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211 Millionen Euro für Wassersport in Friesland

13 Jan 2012

Investitionen für noch mehr Wassersportspaß

Während in Deutschland über Wasserstraßen und deren Nutzung und Finanzierung diskutiert wird, hat Holland soeben entschieden, nochmals eine Menge Geld in die Hand zu nehmen, damit sich Segler und Motorbootfahrer auf dem Wasser noch wohler fühlen. Die zweite Phase des Friese Meeren Projects wurde beschlossen. Für Wassersportler ein Grund zur Freude. So wird im wunderschönen Friesland im Norden Hollands kräftig investiert: Fahrwasser werden ausgebaggert, Schleusen vertieft und ausgebaut und Ortskerne werden aufgehübscht. Das Ganze ist ein riesiges Infrastrukturprojekt, das bereits seit dem Jahr 2000 läuft. Bislang wurden Aquädukte gebaut, Überführungen für Wasserstraßen über Autobahnen, Fahrwasser verbreitert, Brücken vergrößert und neue Kanäle angelegt. Alles, damit Autofahrer, Segler und Motorbootkapitäne ungehindert voneinander fahren können. Das hat bis heute 235 Millionen Euro gekostet und dafür gesorgt, dass Wassersport in Holland noch mehr Spaß macht.

Noch bessere Erreichbarkeit für Wassersportler

In der nun beschlossenen Phase zwei geht es weiter. Erreichbarkeit und Gastfreundschaft heißen die Zauberworte. Hierfür stehen weitere 211 Millionen Euro bereit. Damit werden die Schleusen in Makkum und Workum vertieft, sodass Segelboote bis zu einem Tiefgang von 1,90 Metern hindurch können. In Stavoren wird gar zu der bestehenden eine weitere Schleusenkammer gebaut. Es werden viele hundert Kilometer Wasserstraßen ausgebaggert um eine ausreichende Tiefe auf den Friesischen Seen und Kanälen zu erreichen. Auch in Lemmer wird überlegt, wie Schiffs- und Autoverkehr an der N359, einer Bundesstraße die ein echter Knotenpunkt ist, besser aneinander vorbei kommen. Der Wassertourismus wird in das normale Leben voll integriert.

Elektrobonus statt Brückengeld

Auch das Brückengeld, das traditionell von den Bootscrews in einen an einer Angel herabgelassenen Holzschuh gelegt wird, sowie die Pausenzeiten der Brücken sollen abgeschafft werden. Das finden die Verantwortlichen nicht gastfreundlich. Schließlich sollen sich Wassersportler in Friesland wohlfühlen. Und Brückengeld passt da nicht rein. Auch ökologisch geht Friesland voran: Elektrisches Bootsfahren heißt hier das Stichwort. Es werden besonders schöne und idyllische, naturnahe Kanäle ausschließlich für elektrisch betriebene Boote angelegt. Still können Besucher dann, ohne die Fauna zu stören, mitten durch die Kinderstuben seltener Vogelarten gleiten oder den Ottern bei ihrem Werk zuschauen. Begnügen mit der ohnehin schon nahezu perfekten Wassertourismus Infrastruktur wollen sich die Holländer also keineswegs. Im Gegenteil: Es geht mit beeindruckendem Tempo weiter. Im Wassersportland Holland!

Weitere Informationen: http://www.friesemeren.nl/de/

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